Salary Benchmarking richtig gemacht: Warum analytische Stellenbewertung die Basis fairer Vergütung ist
Marktgerechte Gehälter, interne Fairness und Transparenz lassen sich nur vergleichen, wenn klar ist, was eigentlich verglichen wird. Eine analytische Stellenbewertung schafft die Grundlage für belastbares Salary Benchmarking – und für zukunftsfähige Vergütungsentscheidungen.
Die Herausforderung moderner Gehaltsbenchmarks
Gehaltsbenchmarks gehören heute zum Standardrepertoire moderner HR-Organisationen. Dennoch erleben viele Unternehmen, dass Vergleiche mit dem Markt zu widersprüchlichen Ergebnissen führen: ähnliche Rollen werden unterschiedlich bezahlt, Gehaltsbänder wirken willkürlich und Diskussionen über Fairness nehmen zu.
Der Grund liegt häufig nicht im Benchmark selbst, sondern in der fehlenden strukturellen Basis. Denn Gehälter lassen sich nur dann sinnvoll vergleichen, wenn klar definiert ist, welchen Wert eine Stelle im Unternehmen hat. Genau hier setzt die analytische Stellenbewertung an.
Warum Salary Benchmarking ohne Stellenbewertung an Grenzen stösst
- Gleiche Jobtitel mit sehr unterschiedlichen Anforderungen
- Unterschiedliche Titel für faktisch gleichwertige Tätigkeiten
- Lokale Sonderlösungen ohne unternehmensweite Logik
Was bedeutet analytische Stellenbewertung?
- Bewertung des relativen Stellenwerts im Unternehmen
- Analyse der tatsächlichen Anforderungen an die Stelle
- Zusammenfassung vergleichbarer Stellen in standardisierte Bewertungsstufen (Grades)
- Fokus auf die Stelle, nicht auf die Stelleninhaberinnen und -inhaber
Welche Kriterien fliessen in die Bewertung ein?
- Qualifikation und Fachwissen
- Erfahrung und Problemlösungskomplexität
- Verantwortung, sowohl fachlich als auch organisatorisch
- Anforderungen an Kompetenzen und Zusammenarbeit
Von der Stellenbewertung zum Salary Benchmark
- Bewertung aller relevanten Stellen nach einheitlichen Kriterien
- Zuordnung der Stellen zu Grades mit vergleichbarer Wertigkeit
- Abgleich dieser Grades mit externen Gehaltsstudien
- Ableitung marktgerechter Gehaltsbänder
Mehr als ein Gehaltsvergleich: Strategischer Mehrwert für HR und Management
- Transparenz und interne Fairness
- Steuerbarkeit von Vergütungskosten
- Vorbereitung auf steigende regulatorische Anforderungen
- Vertrauen und Akzeptanz in der Belegschaft
Fazit: Benchmarking braucht Struktur
Salary Benchmarking ist kein Selbstzweck. Es entfaltet seinen Nutzen erst dann, wenn es auf einer klaren, objektiven Stellenarchitektur aufsetzt. Die analytische Stellenbewertung bildet dafür das Fundament – und macht Vergütung vergleichbar, erklärbar und strategisch steuerbar.
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Quelle: gradar Webinar „Stellenarchitektur als Fundament – Der Weg zu gelebter Entgelttransparenz“
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